Technischer Support

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Basisinformationen[Bearbeiten]

Wer sich zum Thema schlau machen möchte, findet schon eine Menge Informationen auf dem Portal der Medienberatung NRW unter Anschaffung und Support. Hier findet sich auch die Orientierungshilfe zur Zusammenarbeit von Schulen und Schulträgern Wartung und Pflege von IT-Ausstattungen in Schulen (PDF Download) von 2008. Sie stellt das Supportkonzept dar, welches zwischen dem Land und den Kommunen ausgehandelt wurde. Es ist zweistufig und weist einen Teil der Supportaufgaben der Schule selbst zu (First Level Support) und den anderen Teil der Kommune, sprich dem Schulträger (Second Level Support). Bei der Beratung von Schulträgern sollten diese Hintergründe immer mit berücksichtigt werden.

Support durch den Schulträger oder beauftragte Dienstleister[Bearbeiten]

Die Zeiten, in welchen Technik begeisterte Lehrkräfte und willige Eltern sich um IT Ausstattung und Support kümmerten, sind vermutlich an den meisten Schulen Vergangenheit. Wie ein Supportkonzept vor Ort letztlich aussieht, hängt oft von den finanziellen Möglichkeiten des Schulträgers und den kommunalen Strukturen vorhandenen IT Kompetenz und personellen Kapazität ab. Vor allem in größeren Kommunen übernehmen oft Mitarbeiter der kommunalen IT Abteilung den Support für schulische IT. Manche Kommunen übergeben diese Aufgabe an die Mitarbeiter kommunaler Datenzentren. Darüber hinaus gibt es auch sehr viele Kommunen welche Dienstleister mit der Ausstattung und dem Support der Schulen beauftragen. Jedes dieser Konzepte hat seine Vor- und seinen Nachteile. Ausstattungswünsche von Schulen können an mangelnder Kompetenz Schulträgers oder beauftragten Dienstleisters scheitern. Hier sind den Schulen, sofern sie nicht über andere finanzielle Möglichkeiten verfügen, meist die Hände gebunden.

Beim Thema Support kann Datenschutz nützlich sein[Bearbeiten]

Wer sich mit dem Support einer IT Ausstattung beschäftigt, betrachte das Thema vor allem von der technischen Seite. Es gibt jedoch auch eine datenschutzrechtliche Seite. Die wird hier erwähnt, weil sich daraus auch ein durchaus nützlicher Aspekt ergeben kann. Die Betreuung eines pädagogischen Netzes durch den Schulträger oder einen beauftragten Dienstleister hat auch insofern mit dem Thema Datenschutz zu tun als das in einem pädagogischen Netz in der Regel persönliche Daten gespeichert sind. Dieses sind die Namen von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften, welche zur Erstellung von Benutzerkonten genutzt werden. Darüber hinaus fallen bei der Arbeit im pädagogischen Netz weitere persönliche Daten an. Dazu gehören unter anderem die Logdateien, in welchen aufgezeichnet ist von welchem Rechner aus und mit welchem Nutzerkonto bestimmte Internetseiten aufgesucht wurden. Außerdem entstehen häufig auch bei der Produktion von digitalen Inhalten persönliche Daten.

Aus diesem Grund ist im Datenschutz vorgesehen, dass Schulen bezüglich der Betreuung von Rechnern in der Schule, aus denen eine Verarbeitung von persönlichen Daten stattfindet, ein entsprechender Vertrag zur Datenverarbeitung im Auftrag abgeschlossen wird. Dabei ist die Schule der Auftraggeber und die Kommune der Auftragnehmer. Dieser Vertrag ist für Schulen nicht nur rechtlich notwendig, sondern auch nützlich, um dem Schulträger klarzumachen, dass auch er sich an bestimmte Regeln halten muss. Viele Schulen erleben immer wieder, dass man nach den Sommerferien, Osterferien, Herbstferien oder Weihnachtsferien zurück in die Schule kommt, und es sind die Rechner ausgetauscht worden, ein neues Betriebssystem wurde aufgespielt, der Server wurde ausgetauscht oder ähnlich. Durch einen Vertrag wie beschrieben, kann man dem Schulträger deutlich machen, dass jegliche Veränderung, die dieser oder sein Beauftragter Dienstleister am pädagogischen Netz vornehmen möchte, so gut sie auch gemeint ist, vorher mit der Schulleitung abgesprochen werden muss. So kann die Schule sich vor unangenehmen Überraschungen schützen. Wer weitere Informationen braucht, wendet sich an den zuständigen Datenschutzbeauftragten für die Schulen des Kreises bzw. der kreisfreien Stadt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich hier im Wiki unter Datenschutz in der Schule.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Bielefeld: In Bielefeld hat die Stadt einen Vertrag mit der Firma SBE. An allen Schulen sind LogoDIDACT-Server vorhanden. Die Schulrechner holen sich bei Bedarf bei jedem Neustart das aktuelle Image, bzw. machen nur die Änderungen seit dem letzten Start rückgängig. Die Firma SBE aktualisiert das Image regelmäßig und fügt neue Treiber und Patches ein. An jeder Schule existiert ein Medienbeauftragter, der kleinere Fehler behebt und auch Software ins Image einbinden kann. Soweit zur Software-Seite. Hardware-Support leistet die IT der Stadt/Stadtwerke mit einer Hotline/Ticketsystem. Pc's werden mit Wartungsvertrag angeschafft, alle 5 Jahre getauscht und während der Garantiezeit dann über den Verkäufer repariert oder getauscht, wenn ein Ticket erstellt wurde. Funktioniert gut. Zahlt der Schulträger! (Nick Lauterbach, via Telegram)