Rechtssicheren Nutzung von digitalen Inhalten

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Einleitung[Bearbeiten]

Das Urheberrecht spielt im Unterrichtsalltag mit digitalen Inhalten eine wichtige Rolle. Es ist leicht, Fehler zu begehen, die zu Urheberrechtsverletzungen führen. Das kann die Bereitstellung von digitalen Inhalten für die Schüler betreffen aber auch das, was Schüler mit Medien tun.

Urheberrecht aus Lehrersicht[Bearbeiten]

Immer wenn es für Lehrende um digitale Inhalte geht, die sie ihren Schülern zur Verfügung stellen wollen, stellt sich auch die Frage nach dem Urheberrecht. Wer ist der Urheber und was darf man mit dem jeweiligen digitalen Inhalt tun und was nicht? Grundsätzlich gilt, dass verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde. Doch es gibt Regelungen, welche Ausnahmen zulassen. Für Lehrer besonders wichtig ist dabei eine Vereinbarung der Kultusministerien mit den Verlagen und dann gibt es noch digitale Inhalte, welche für eine Nachnutzung speziell lizenziert wurden. Dazu zählen auch Open Educational Ressources.

Die Vereinbarung mit dem Verband der Bildungsmedien[Bearbeiten]

Eine praktische Übersicht gibt diese Infografik von Björn Nölte, welche er unter die Creative Commons Attribution 4.0 Lizenz gestellt hat. Sie schließt im unteren Bereich jedoch auch Inhalte ein, die von der Vereinbarung zwischen den Kultusministerien und den Bildungsverlagen nicht betroffen sind.

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Die Übereinkunft, welche zwischen der Kultusministerkonferenz und dem Verband der Bildungsmedien getroffen wurde, findet sich unter Schulbuchkopie.de

Frei lizenzierte Inhalte[Bearbeiten]

Creative Commons[Bearbeiten]

Die Creative Commons Lizenzen erlauben es Urhebern, anderen die Nutzung ihrer Werke zu erlauben, ohne dass diese beim Urheber um eine Erlaubnis nachfragen müssen. Mithilfe der Creative Commons Lizenzen ist es möglich, die Art und Weise der Nutzung durch andere zu regeln. Die Creative Commons Lizenzen sind rechtssicher und haben im Streitfall vor Gericht Bestand. Voraussetzung ist dafür jedoch, dass sie korrekt genutzt werden. Eine Übersicht über die Creative Commons Lizenzen. Aktuell liegen die Creative Commons Lizenzen in der Version 4.0 vor. Nicht alle Lizenzen und Kombinationen von Lizenzen sind für den Bildungsbereich von Interesse. Im folgenden werden deshalb die Lizenzen vorgestellt, welche sich in der Schule am besten nutzen lassen.

CC BY – Namensnennung[Bearbeiten]

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Gibt den größten Freiraum in der Nutzung. Solange der Name in der vom Urheber angegebenen Weise genannt wird, kann das Werk in jeglicher Weise verbreitet, vervielfältigt, bearbeitet, abgewandelt und sogar kommerziell genutzt werden. Für Bildung ist dieses die vermutlich geeignetste Lizenzform. Details

CC BY-SA – Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen[Bearbeiten]

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Der Urheber besteht auf einer Namensnennung und gestattet jegliche Form der Weitergabe und Vervielfältigung, der Bearbeitung und Veränderung. Auch eine kommerzielle Nutzung ist nicht ausgeschlossen. Im Gegenzug verpflichtet der Urheber die Nutzer zu einer Weitergabe jeglicher Materialien, die sein Material beinhalten oder daraus entstanden sind, unter den gleichen Lizenzbedingungen. Auch diese Lizenz ist für Bildungszwecke gut geeignet. Details

Public Domain[Bearbeiten]

Im Deutschen werden diese Inhalte auch als Gemeingut bezeichnet. Es fallen darunter alle Inhalte, deren Urheberschaft erloschen ist, weil der Urheber länger als 70 Jahre tot ist. Außerdem gehören zum Gemeingut alle Inhalte, bei denen die Urheber auf ihre Urheberschaft verzichten. Inhalte die entsprechend markiert sind, fallen damit nicht unter das Urheberrecht und können frei verwendet werden. Ein Urheber muss dabei nicht angegeben werden. Die Inhalte können problemlos verändert werden. Es sollte bei einer Nachnutzung zur Sicherheit jedoch darauf verwiesen werden, dass es sich um Gemeingut handelt. Dabei ist es auch kein Fehler, wenn man die Quelle des Materials mit angibt. So können Missverständnisse einfach vermieden werden.

Open Educational Ressources[Bearbeiten]

Wie lizenziert man OER?[Bearbeiten]

Wo findet man frei lizenzierte digitale Inhalte?[Bearbeiten]

Die folgende Auflistung von Quellen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber zumindest die wichtigsten darstellen.

Suchmaschinen für frei lizenzierte digitale Inhalte[Bearbeiten]

Fotos[Bearbeiten]

  • Pixabay bietet echte gemeinfreie Bilder, d.h. die Urheber verzichten auf sämtliche Rechte.
  • Photos for Class kopiert beim Download der bei Flickr gefundenen Bilder eine entsprechende Lizenz direkt in das Bild hinein.

Musik[Bearbeiten]

Sounds[Bearbeiten]

Portale für oder mit frei lizenzierten digitalen Inhalten[Bearbeiten]

  • Eine gute Übersicht über Quellen für OER findet sich in einem Google Doc mit dem Titel Suche nach OER

Mehr lesen über frei lizenzierte digitale Inhalte und OER[Bearbeiten]

Thema Bildrechte bei Personenabbildungen[Bearbeiten]

Im Unterricht ist es heute einfach, Fotos zu machen. Geräte, die dieses können, wie Smartphones und Tablets, sind omnipräsent. Je nach Unterrichtssituation kann es von Interesse sein, dass Fotos von Schülerinnen und Schülern gemacht werden. Meist nehmen sich die Schüler dabei gegenseitig auf. In manchen Situationen wird das Foto auch von der Lehrkraft gemacht. Damit hier nichts schief geht, sollte man die Hintergründe zum Recht am eigenen Bild kennen. Fotografieren Schüler sich gegenseitig und geschieht dieses auf der Basis einer Einwilligung, so ist auch wichtig, was anschließend mit den Bildern passiert. Sollen sie veröffentlicht werden, und wenn ja, wo? Wer fotografiert wird, hat hier ein Mitspracherecht.