Medienkonzept

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Zur Erstellung eines Medienkonzepts können Schulen Hilfestellung gebrauchen. Die Medienberater des Rhein-Kreises Neuss haben dazu eine Handreichung erstellt, die es Schritt für Schritt ermöglichen soll zu einem tragfähigen Medienkonzept zu kommen. Anregungen zur Handreichung gab es durch das Medienzentrum Hamm.

PÄDAGOGISCHES KONZEPT[Bearbeiten]

Zentralen Raum bei der Entwicklung eines schulinternen Medienkonzepts nimmt die Entwicklung des pädagogischen Konzeptes ein.

  • Wesentliche Aspekte des bestehenden Medienkonzeptes
  1. Welchen Leitlinien folgt das bestehende Medienkonzept?
  2. Welche (neuen) Ideen zur Fortführung des Medienkonzeptes gibt es?
  • Was sind die konkreten (medien-)pädagogischen Ziele beim Einsatz der gewünschten Ausstattung?
  • Wie ist die konkrete Anbindung der gewünschten Ausstattung an schulinterne Curricula und Fächer?

Eine strukturierte Möglichkeit zur Erstellung des Medienkonzeptes bietet der Medienpass NRW. (http://www.medienpass.nrw.de bzw. http://www.lehrplankompass.nrw.de) Im Lehrplankompass finden Sie nach Schulstufen geordnet zu Kompetenzbereichen und zugeordneten Teilkompetenzen die Bezüge zu den Kernlehrplänen, Schwerpunkte bis hin zu fertig ausgearbeiteten Unterrichtsvorhaben. Die Matrix aus Kompetenzbereichen und zugehörigen Teilkompetenzen können Sie nutzen, um Ihre bestehenden schulinternen Lehrpläne zu durchforsten.

Weitere Tipps dazu: http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienberatung/Medienpass-NRW/Medienkonzeptentwicklung-mit-dem-Medienpass/

ÜBERLEGUNGEN ZUR AUSSTATTUNG[Bearbeiten]

  • Welcher Art ist die geplante Ausstattung, wie lässt sich diese Wahl begründen?
  1. Bekommen alle SuS ein Gerät (1:1)?
  2. Soll es einen Klassensatz zum Einsatz in der Schule geben?
  3. Sind mehrere Klassensätze nötig?
  4. Wie werden die Geräte finanziert?

VERANTWORTLICHKEIT[Bearbeiten]

  • Welche beiden Kolleginnen/Kollegen sind für die Betreuung der Geräte und die Implementierung verantwortlich?
  • Sind Rücksprachen mit dem Schulträger als Finanzier erfolgt/erforderlich?
  • Sind die Mitwirkungsorgane der Schule in die Anschaffung eingebunden?
  1. Schulpflegschaft
  2. Kollegium
  3. Schülervertretung
  4. Schulkonferenzbeschluss

BESTANDSAUFNAHME[Bearbeiten]

  • Bisherige Ausstattung
  1. Wieviele Computerräume mit wievielen Computern gibt es?
  2. Welche zusätzlich Hardware ist in nutzbarem Zustand vorhanden (Beamer, Drucker etc.)
  3. Welche Software wird im Unterricht häufig genutzt?
  4. Verfügt die Schule über eine Lernplattform und wie wird diese verwendet?
  5. Nutzt die Schule ein ePortfoliosystem o.ä.?
  • Stand der Internetanbindung
  1. Wieviel Räume sind außer den Computerräumen vernetzt? (Anteil an allen Räumen)
  2. Wie sind die vorhandenen Räume vernetzt? (WLAN, LAN)
  3. Wie weit reicht die Abdeckung der Schulgebäude mit Wlan?
  4. Wie leistungsfähig ist die Internetanbindung der Schule (Glasfaser sinnvoll)?
  • Qualifikationsstand der Kollegiums
  1. Wie hoch ist die Anzahl der Kolleginnen und Kollegen, die regelmäßig digitale Medien im Unterricht nutzen?
  2. Welche Fortbildungen im Bereich digitale Medien wurden in den vergangen Jahren besucht?
  3. Gibt es Kolleginnen und Kollegen mit spezifischen Zusatzqualifikationen und - fähigkeiten?

GEPLANTE AUSSTATTUNG[Bearbeiten]

Bei der Darstellung der geplanten Ausstattung sollte dargelegt werden, mit welcher konkreten Ausstattung die im pädagogischen Konzept dargelegten Ziele und Kompetenzen erreicht werden können.

  • (Wie) Soll ein Raum bzw. mehrere Räume ausgestattet werden?
  1. Beamer?
  2. Lautsprecher?
  3. LAN/Wlan?
  4. AppleTV o.ä.?
  5. Digitale Tafeln?
  6. ...
  • Wie ist die genaue Anzahl der benötigten Ausstattungskomponenten?
  • Wie wird die neue Ausstattung in die vorhandene Ausstattung integriert?
  • Gibt es eine Auswahl konkreter Software bzw. Apps im Hinblick auf die im Abschnitt pädagogisches Konzept genannten Aspekte?

ZEITLICHER RAHMEN[Bearbeiten]

  • Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung
  1. Eingrenzung von mindestens fünf Teilzielen (Was soll bis wann umgesetzt sein?)
  2. Formulierung eines konkreten Zieles für die Gesamtumsetzung
  • Fortbildungsplanung für das Kollegium
  1. Welche (fünf) Fortbildungen sind zuallererst nötig?
  2. Wer nimmt an den jeweiligen Fortbildungen teil?
  3. Wann (in Abstimmung mit dem Aktionsplan) sollen diese Fortbildungen stattfinden?
  4. Wer führt diese Fortbildungen durch (Medienberater, KT-Moderatoren, o.ä.)?

METHODISCHE HILFSMITTEL[Bearbeiten]

Die Medienberater im Kreis Steinfurt haben ergänzend Hilfsmittel zur Prozessunterstützung entworfen.

  • Icons bzw. grafische Darstellungen als kleine laminierte Karten oder für Präsentationen können Erklärungen und Auswahlprozesse unterstützen. Die Karten kann man den Schulen auch für die internen Arbeitsgruppen zur Verfügung stellen.
     - als pdf
     - als Link zur google-Präsentation
  • Eine Aufstellung der bisherigen medialen Ausstattung ist nicht nur für die Schule selbst, sondern auch für das Beratungsteam sehr hilfreich.
     - als pdf)
     - als googledoc
  • Um den Ist-Zustand abzufragen und die Mediennutzung bzw. Medienkompetenz sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch des Kollegiums richtig einschätzen zu können, bieten sich folgende Umfragen an.
    - Umfrage zur Mediennutzung (privat und schulisch) sowie zur Medienkompetenz (angelehnt an den Medienpass NRW) der Schülerinnen und Schüler hier
    - Umfrage zur Mediennutzung und zum Medieneinsatz rund um den Unterricht sowie (rudimentär) zur Medienkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer hier